RSS News-Feeds

Archiv für Kategorie ‘anmkg’


Implantate brauchen ein stabiles Lager


28. März 2010

Deshalb können sie sinnvoll nur in einen ausreichend breiten und gesunden Kieferknochen eingesetzt werden. Reicht das vorhanden Knochenangebot nicht aus, so kann der Spezialist auf verschiedene Arten das Lager verbessern:

Gelegentlich kann während einer Implantation eine geringe Fehlstelle im Kieferknochen “aufgebaut” werden. Dazu werden möglicherweise Knochenspäne vom Bohrvorgang aufgefangen und eingesetzt. Auch Knochenaufbaumaterial vom Rind (BSE-frei) oder vollsynthtisches Material können hier helfen.

Häufiger ist jedoch der Zahnverlust schon lange zurückliegend, so dass die Atrophie (Schwund) des Knochens erheblich ist. Dann hat sich die Verpflanzung von eigenem Knochen bewährt. Diese Methode ist bewährt und bietet hohe Erfolgschancen (>98%), insbesondere, wenn in die Höhe und die Breite gleichzeitig aufgebaut werden muss. Meist kann die Implantation dann erst später stattfinden.

Im Bereich von Oberkiefer-Backenzähnen ist häufig ein so genannter Sinus-Lift erforderlich. Da man hier den Knochen meist nicht mundwärts aufbauen kann, wird die Kieferhöhle in einem sehr sanften Eingriff ein wenig verkleinert. Dann kann später ein Implantat stabil eingesetzt werden.

Alle diese Methoden sind langjährig erprobt und werden weltweit angewandt.
Die gelegentlich gesehene Einpflanzung von menschlichem Spenderknochen (fremder Knochen) fristet derzeit nur als Randerscheinung sein Dasein. Hier fehlen bislang die breite wissenschaftliche Anerkennung der Methode und der Nachweis der (Langzeit-)Erfolge. Universitätskliniken schweigen sich dazu noch aus.

Mehr Informationen finden Sie hier.

3d-implantologie, anmkg, implantologie | | Keine Kommentare »

Periimplantitis – Behandlungsmethoden


14. Februar 2010

Die Periimplantitis (Entzündung am Implantat) geht einher mit einer Taschenvertiefung, in schweren Fällen mit Sekretion aus der Tasche und mit Knochenabbau. Dabei kommt es meist sehr rasch zu einem nennenswerten Verlust des Knochens und somit zur Gefährdung des Implantates, der Weichgewebe um das Implantat und letztlich auch der Suprakonstruktion (Krone, Brücke, Prothese).

Die Erfahrung zeigt, dass ein regelmäßiger Recall (Nachschau) bei Zahnarzt oder beim Implantologen hilft, die Frühzeichen einer ungünstigen Veränderung zu erkennen und zu beseitigen.
Ist es schon zur Periimplantitis gekommen, so sollte frühzeitig chirurgisch interveniert werden. Nicht selten wird versucht, die Entzündung irgendwie einzudämmen (Taschenspülung, Medikamenteneinlage o. ä.). Diese Maßnahmen haben in der Regel keinen dauerhaften Erfolg.

Ideal erscheint nach dem derzeitigen Wissenstand eine offene Behandlung unter Sicht. Dabei kann das gesamte Ausmaß gut erkannt und eingeschätzt werden. Die Dekontamination freiliegender Implantatoberflächen sollte mit einem speziellen Glycin-Salz (z. B. Clean-Prophy-Powder) und EDTA (PrefGel) erfolgen. Anschließend kann eine regenerative Therapie zur Anzüchtung neuen Knochens mit Emdogain und BoneCeramic erfolgen. Die Langzeiterfolge dieses Ansatzes sind jedoch noch nicht gemessen worden.

Andere Autoren sprechen von Glättung der freiliegenden Implantatoberflächen, um Bakterien das Versteck in der rauen Oberfläche zu entziehen. Diese Methode kann die strukturelle Beschaffenheit des Implantatkörpers gefährden (Materialbruch) und führt zunächst nicht zu einer Verminderung der Taschentiefen. Eben diese Verminderung der Taschentiefe gilt es aber zu erzielen. Insbesondere im ästhetischen Frontzahnbereich stellen sich dabei größere Probleme ein.

3d-implantologie, anmkg, implantologie | | Keine Kommentare »

Periimplantitis – unvermeidbar?


8. Dezember 2009

 

Implantate erfordern eine Langzeitbetreuung, auf die nicht verzichtet werden sollte. Die so genannte Periimplantitis (Entzündung der Hart- und Weichgewebe am Implantat) stellt dabei eine Herausforderung für jede zahnärztliche Praxis dar.
Für die Diagnostik einer Periimplantitis braucht es nicht viel, für die Vorbeugung und Behandlung jedoch Erfahrung und Weitblick. Die Entstehung (Ätiologie) der Periimplantitis gleicht der der Parodontitis und so ähneln sich auch die Verfahren zu ihrer Vermeidung bzw. Behandlung.

Daher wird Sie Ihr Zahnarzt im Fall der Fälle möglicherweise zu einem Facharzt für Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie (MKG-Chirurg) überweisen, da dieser alle Techniken und Fertigkeiten der Implantologie und der Parodontologie beherrscht. Gleichzeitig hat er durch sein abgeschlossenes Medizinstudium und seine Facharztausbildung ausreichend medizinischen Sachverstand, um z. B. bestehende Begleiterkrankungen richtig einzuordnen und therapeutisch zu berücksichtigen.

Die wesentlichen Ursachen für Implantatverluste lassen sich wie folgt kategorisieren:

  • Frühverluste – im Falle eines frühen Implantatverlustes liegen die Ursachen meist in der chirurgischen Technik oder in Wundheilungsstörungen.
  • Spätverluste – späte Verluste ereignen sich häufig bei unzureichender Hygiene, falscher Belastung, bei systemischen Erkrankungen oder durch eine dauerhafte bakterielle Infektion.

Klinischen Studien zeigen, dass die täglich zu erbringende Hygiene am Implantat entscheidend ist. Der Einsatz und die Motivation des Patienten sind dabei entscheidend. Erfahrungsgemäß erhöhen z. B. Elektrozahnbürsten den Spaß am Putzen bei gleichzeitig besserer Reinigungswirkung.

Bei bestehender Periimplantitis sollte im Rahmen eines nicht-chirurgischen Vorgehens eine professionelle Prophylaxe (PZR) mit Abtragung subgingivaler Konkremente und Beläge durch ein erfahrenes Team regelmäßig durchgeführt werden. Je nach Schwere des Falles ist der zusätzliche Einsatz von Antiseptika und/oder  Antibiotika zu erwägen.

Eine konsequente Implantat-Nachsorge bzw. Periimplantitis-Vorbeugung schafft die besten Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg der Behandlung.

3d-implantologie, Allgemein, anmkg, implantologie | | Keine Kommentare »

Gesundheit ist ein teures Gut und Qualität hat ihren Preis


1. Dezember 2009

 

Sie wünschen sich eine Versorgung auf Spitzenniveau? Selbstverständlich. Medizinischer Fortschritt ist jedoch kostenintensiv. Innovative Behandlungs- und Therapiemethoden entwickeln, ständige Fort- und Weiterbildungen,  Qualitätsmanagment mit fortwährender Verbesserung in jeder Hinsicht: Das alles und vieles mehr leisten Mediziner heute tagtäglich.

Faktisch bleibt die Vergütung durch Kostenträger und Krankenkassen leider weit hinter dem Fortschritt zurück. Manche Gebührenordnung ist gar über 20 Jahre alt und spiegelt daher die moderne (Zahn-)Medizin sowie die veränderten Situationen bezüglich Praxisführungskosten, Strom, Wasser, Gehälter usw. nicht wieder.

Eine perfekte Versorgung auf dem Stand der Wissenschaft ist möglich. Das Denken der Leistungsempfänger und der Kostenträger befindet sich allerdings seit einiger Zeit in einer Sackgasse. Immer mehr leisten für weniger Vergütung, das scheint die Devise. Sie werden sagen, Ärzte stöhnen auf hohem Niveau. Zugegeben, das Niveau war nie niedrig.

Doch wie entspannt kann ein Künstler, ein Staatsmann, ein Arzt seine beste Arbeit leisten, wenn er ständig an sein Auskommen denken muss. Die tägliche Bedrohung durch Regresse, Degression und  Wirtschaftlichkeitsprüfung seitens der gesetzlichen Krankenkassen und die stete, gleichbleibend hohle Wortschlacht um die Anerkennung einzelner Gebührenziffern mit privaten Kassen höhlt die Ruhe und Gelassenheit deutlich aus.

Dazu folgende Geschichte: Ein König kam eines Tages schwer krank zu einem Heiler. Sein Leiden war alsbald von ihm fortgenommen. Auf die Frage des Königs, was er für seine Dienste bekommen möge, antwortete der Heiler: Gebe mir den zehnten Teil dessen, was du bereit warst zu geben, bevor wir uns trafen.

Die Wertschätzung einer medizinischen Dienstleistung ist zweifelsohne gesunken. Gesundheit bleibt jedoch ein teures Gut.

Zum Schluss ein Wort aus Überzeugung: Der Eindruck schlechter Qualität währt länger als der Schrecken über einen vermeintlich hohen Preis.

Allgemein, anmkg | | Keine Kommentare »

AnMKG jetzt online – Vereinigung der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen in Westfalen-Lippe fördert Informationsaustausch


14. November 2009

 

“Einfachen Zugang zu Informationen für Patienten und Ärzte, das soll das neue Portal leisten”, so Dr. Dr. Meinhard Esser aus Witten, Vorsitzender des Arbeitskreises niedergelassener MKG-Chirurgen in Westfalen Lippe. Zum Launch des neuen Internetportals www.anmkg.de erklärte er weiter: “Die Ziele des Arbeitskreises sind

die Information von Patienten,

die Interessenvertretung der niedergelassenen Fachkollegen,

die Förderung der Kollegialität untereinander sowie die Pflege und Verbesserung der Kontakte der Fachgruppe der MKG-Chirurgen zu anderen Ärzten und Zahnärzten.”

“Die Mitglieder des AnMKG treffen sich regelmäßig zu Arbeitssitzungen. Dabei werden Fachvorträge gehalten, Workshops zu Prinzipien der Praxisführung, Praxissoftware, Qualitätsmanagement und vielen anderen Themen durchgeführt und die speziellen Probleme der Region Westfalen-Lippe erörtert. Dabei steht das freundschaftliche Miteinander vor beruflicher Konkurrenz. “, ergänzt der 2. Vorsitzende des AnMKG, Dr. Werner Fürstenau aus Detmold.

In einer weiteren Ausbaustufe soll ein noch Wiki implementiert werden, in dem eine Datenbank mit Fachwissen wachsen soll.

3d-implantologie, anmkg | | Keine Kommentare »

Neue Arztsuchmaschine online – speziell für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen


14. November 2009

Auf seiner neuen Webpräsenz stellt der AnMKG e.V. (Arbeitskreis niedergelassener MKG-Chirurgen Westfalen-Lippe) unter anderem eine qualifizierte Arztsuche bereit.
Besonderheit hierbei ist, dass die Suche auf jegliches Stichwort hin erfolgen kann. So führen z. B. Anfragen zum Stichwort “Angst” oder “Implantat” zu konkreten Ergebnissen ebenso wie die Suche nach PLZ oder dem Namen eines bereits bekannten Arztes.
Eine vollautomatische Routenberechnung und die Verlinkung zu Homepages der Ärzte runden das Bild ab.

Dr. Werner Fürstenau (2. Vorsitzenden des AnMKG e.V.) betreut die Seite. Anfragen zu neuen Mitgliedschaften sind willkommen.

3d-implantologie, anmkg | | Keine Kommentare »

Die staatlich verordnete regelmäßige Fortbildung unterläuft sich selbst


18. Oktober 2009

Die jetzt aktuell zweite 5-Jahres-Staffel, in der Mediziner und Zahnmediziner Punkte sammeln und nachweisen müssen, artet zu einer Wiederholungsorgie aus.
Der ambitionierte (Zahn-)Mediziner ging ohnehin schon regelmäßig zu Fortbildungen. Stets aber immer zu solchen, die sachdienlich, interessant und passend zum Fachgebiet waren. Nun sollte man meinen, dass gerade diese Kollegen kein Problem damit haben sollten.

Erfahrungsgemäß ist der Fortbildungsdrang zyklisch. So gibt es Jahre in denen sinnvolle Veranstaltungen angeboten werden, auf denen wirklich neue Dinge berichtet werden. Da der (zahn-)medizinische Fortschritt nun mal nicht so immens ist, könnte der ein oder andere zur “Auslese” von Veranstaltungen neigen, auf denen man für angemessenen Aufwand (Fahrt, Übernachtung etc.) Punkte erhält. Das jeweilige Thema ist dann möglicherweise, insbesondere zum Ende des 5-jährigen Sammelzeitraums, eher von sekundärer Bedeutung.

Ein Absurdum schlechthin. Politisch gewollt.

Ein besonderer Leckerbissen ist die Tatsache, dass Mediziner 250 Punkte / 5 Jahre sammeln müssen, Zahnmediziner hingegen nur 125 Punkte. Die Wertigkeit der Punkte ist dabei identisch. Medizinische Fortbildungen werden also nicht etwa höher bewertet.

Politiker, die diese Verordnung voran getrieben haben, müssen sich übrigens nicht pflichtmäßig weiterbilden. Das wäre auch nur begrenzt zweckmäßig, denn so würde Sachkompetenz auf einem Gebiet geschaffen. Das behindert jedoch beim Amtswechsel.

3d-implantologie, Allgemein, anmkg | | Keine Kommentare »

Die Zeit der Generalisten geht scheinbar zu Ende


18. Oktober 2009

Die moderne Zahnmedizin ist sehr vielschichtig geworden, daher ist eine Spezialisierung die logische Konsequenz. Den jeweils richtigen Experten zu finden, bleibt jedoch mitunter schwer.

“Qualität ist das beste Rezept”. Diesen Spruch prägte ein bekanntes Unternehmen aus Bielefeld.

Welche Qualitätsmerkmale sind also für den Laien sinnvoll überprüfbar?

- Der Anbieter sollte sich auf seine Spezialitäten begrenzen.

- Die Darstellung nach außen sollte professionell, offen und umfassend sein (Transparente Unternehmensführung).

- Der Kommunikationsstil mit den Patienten sollte eine “Kundenorientierung” spüren lassen. (Prinzip der “shared decision”).

- Eine ständige, sinnvolle Fort- und Weiterbildung ist zweckmäßig.

- Ein gelebtes Qualitätsmanagement ist zu erwarten, eine Zertifizierung legt darüber Zeugnis ab.

3d-implantologie, Allgemein, anmkg | | Keine Kommentare »

3D-Planungssysteme im Überblick – Eine umfassende Auswahlhilfe


14. Juni 2009
 

Eine interessante Arbeit aus unserer Klinik, die die gängigen 3D-Planungssysteme gegenüberstellt.

 

Abstract:
Bei der Auswahl eines geeigneten 3-D-Planungssystems kann die Wahl zur Qual werden. Der vorliegende Vergleich soll erstmals Übersicht verschaffen, indem die gängigen Systeme zur computergestützten dreidimensionalen Planung von dentalen Implantaten gegenübergestellt werden. Relevante Details und Besonderheiten der einzelnen Pakete werden herausgestellt.

Download hier (pdf-Datei, ~5MB): 3D-Planungssysteme im Überblick

 

Weitere Informationen zur 3D-Implantatplanung auf der Homepage der Praxis-Klinik Dr. Fürstenau.

3d-implantologie, Neues aus der Praxis-Klinik, anmkg, implantologie | | Keine Kommentare »

Rabattverträge für Arzneimittel


7. Juni 2009

Die Rabattverträge der AOKn in Deutschland wurden zum 01. Juni 2009 neu abgeschlossen. Ziel ist es, die Arzneimittelausgaben zu senken.

In Deutschland sind weit über 100.000 Arzneimittel zugelassen. In der täglichen Praxis verwendet ein Arzt nur einen geringen Teil davon. Im Wesentlichen sind das, je nach Fachrichtung, einige Dutzend Medikamente, von denen der Arzt die Wirkung und Nebenwirkung genau kennt. Man muss sich vorstellen, das auch der Arzt ein Vertrauen in verschiedene Medikamente entwickelt. Er weiß, welchen Therapieerfolg man damit erreichen kann.

Die Rabattverträge aller Krankenkassen erzeugen dabei eine Unsicherheit. Will der Arzt genau das “eine” Medikament verordnen, kann er das durchsetzen. Der zwangsweise Austausch der Verordnung durch den Apotheker entfällt dann. Allerdings kann sich der Arzt anschließend mit großer Sicherheit auf einen Regress einstellen. In einem solchen Fall würde er, meist wegen angeblich unwirtschaftlicher Verordnungsweise, von den Krankenkassen später zur Kasse gebeten werden.

Abgesehen von der Tatsache, das gleiche Wirkstoffe in unterschiedlicher Zubereitungsform gelegentlich nur die (gefühlte) Hälfte der Wirksamkeit entfalten, kann es auch von Patientenseite ausgehend zu fatalen Problemen kommen: Beispielsweise kann es Verwechselungen geben, die gewohnte Einnahmeroutine kann sich ändern, andere Hilfsstoffe können neue Nebenwirkungen auslösen usw.

Man stelle sich vor, man sei 80 Jahre alt und die Augen spielen nicht mehr so mit. Der Doktor verschreibt 6 Dauermedikamente, die jetzt alle ausgetauscht werden. Und das zum wiederholten Mal, denn durch die Rabattverträge tauchen immer wieder andere Hersteller auf. Da dürfte die Umstellung nicht leicht fallen. Möglicherweise entgleist der gut eingestellte Bluthochdruck und der Diabetes gleichzeitig. Das führt mindestens zu weiteren Arztbesuchen. Die Krankenkasse stört das nicht wirklich, da der Arzt für den wiederholten Besuch sowieso nichts in Rechnung stellen kann.

Kostendruck hin oder her – man gewinnt den Eindruck, dass die Krankenkassen ihr wahres Gesicht immer mehr zeigen. Die Werbung hält eben nicht immer, was versprochen wird.
Wenn es dem Arzt dann auch noch egal ist, wie es Ihnen geht, dann ist ein scheinbar politisch gesetztes Ziel bald erreicht.

Allgemein, anmkg | | Keine Kommentare »