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Archiv für Kategorie ‘anmkg’


ITI Study Club Detmold startet am 23.05.2012


17. Mai 2012
Vielleicht sind Sie ja auch dabei?
Join the ITI Study Club Detmold!
 
Mehr Informationen hier im Blog.
Anmeldung unter: www.iti.org oder beim Study Club Director, Dr. Werner Fürstenau, Tel. : 05231 962600.

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Parodontitis


31. März 2011

Die weithin unterschätzte Volkskrankheit Parodontitis beginnt mit einer simplen Zahnfleischentzündung und kann mit Zahnverlust enden.
Studien zufolge leiden rund 40 Prozent der Deutschen an einer moderaten, weitere 4-8 Prozent an einer schweren Parodontitis.

An sich gut behandelbar – aber bitte rechtzeitig

Die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates lässt sich jedoch gut behandeln, selbst wenn die Zahnhälse bereits frei liegen und Knochensubstanz im Bereich der Zahnwurzeln bereits zerstört ist.
Eine Parodontitis-Therapie bietet nicht nur eine Linderung von Beschwerden, sondern auch ein natürliches Erscheinungsbild des Zahnfleisches.

Schmelzmatrixproteine sind die Rettung

Eine chirurgische Therapie mit dem Schmelzmatrixprotein Emdogain von Straumann ermöglicht eine parodontale Gewebsneubildung, korrigiert den Verlauf der Gingiva und stellt damit die Ästhetik wieder her. Das Gel wird im Rahmen eines kleinen chirurgischen Eingriffs aufgetragen, bei dem das Zahnfleisch zur Seite geklappt und die Wurzeloberfläche unter Sicht gereinigt wird.

Die Wirksamkeit von Emdogain als sichere regenerative Methode zur Behandlung von parodontalen Knochendefekten ist mittlerweile gut dokumentiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Kostenübernahme einer Behandlung durch die private Versicherung abgelehnt – Ärgernis oder System?


31. Oktober 2010

Früher ergab sich oft ein Schriftwechsel über eine Behandlung und die erfolgte Rechnungsstellung nach einer Behandlung. Derzeit führen zunehmend mehr private Versicherungen und Zusatzversicherungen diesen Papierkrieg bereits vor der Behandlung.

Antworten der Versicherer verunsichern

Einige Kostenträger erwarten vom Patienten vertragsgemäß die Vorlage von so genannten Therapie- und Kostenplänen (früher auch Heil- und Kostenplan genannt). Anschließend erfolgt die initiale Keiltreibung in das Arzt-Patientenverhältnis durch immer gleiche, teils sinnentleerte Floskeln und Textbausteine, die dem Versicherten in Form eines Briefes zu Teil werden. Das Unverständnis über diese Dinge ist beim Patienten erwartungsgemäß groß. Der tiefere Sinn eröffnet sich dabei nicht.
So wird der (Zahn-) Arzt meist anschließend mit der Bearbeitung konfrontiert. Das wiederum ist aber nicht seine Aufgabe ebenso wenig wie eine Rechtsberatung. Die später entstehenden Kostennoten für diese unnützen Vorgänge bleiben nicht selten beim Patienten hängen.

Medizinische Notwendigkeit

Als Grund der Ablehnung ist immer häufiger zu lesen, dass der Grund der Behandlung nicht ersichtlich bzw. Teile der Behandlung oder die gesamte Behandlung medizinisch nicht notwendig sei. Falls die private Krankenversicherung also die Kostenübernahme einer Behandlung abgelehnt oder teilweise ablehnt, so stützt sie sich häufig auf ein (zahn-) medizinisches Gutachten eines beratenden (Zahn-) Arztes. In der Regel wurden im Vorfeld auch diagnostische Unterlagen (Befunde, Röntgenbilder, Modelle etc.) zusätzlich zu den Therapie- und Kostenplänen angefordert.

Besonders nützlich im Sinne der Aushöhlung des Vertrauensverhältnisses erscheinen dabei Formulierungen, wie „…wir erstatten nur Leistungen, die medizinisch sinnvoll sind…“, „…die Laborkosten erscheinen uns angesichts der geplanten Versorgung zu hoch…“,“…die Leistungen xyz sind nicht berechnungsfähig…“ oder „…sprechen Sie mit Ihrem Arzt / Zahnarzt, um eine Einigung zu erzielen…“. Einschlägige Rechtsprechungen des BGH werden dabei vollständig ignoriert (sinngemäß: …die Beurteilung einer medizinischen Notwendigkeit liegt nicht beim Kostenträger…).

Getrennte Rechtsbeziehungen

Alle, Ärzte und vorrangig die Versicherungen, sollten endlich verstehen und auch offen sagen, dass es sich bei dem vermeintlich dreiseitigen Verhältnis Arzt – Patienten – Versicherung faktisch um völlig getrennte Rechtsbeziehungen handelt. Nämlich Arzt – Patient und Patient – Versicherung.

Daher ergeben sich unterschiedliche Auffassungen. Beispielsweise stehen Versicherungsvertragsbedingungen den Gebührenordnungen gegenüber. Am Ende ergeben sich Differenzen, die zu einem „nicht erstattungsfähigen“ Anteil der Rechnung führen, der aber sehr wohl „berechnungsfähig“ sein kann und somit auch zu begleichen ist.

Im richtigen Leben klingst das so…

Ein Bekannter hat sich kürzlich bei Europas größtem Versicherer eine private Krankenversicherung „gegönnt“. Die Aussage des Vertreters der Gesellschaft: „Bezahlen Sie Rechnungen in keinem Fall, bevor wir sie nicht geprüft haben“.
Warum in aller Welt spielen sich die Versicherungen so übertrieben als Anwalt des Versicherten auf, an statt ehrlich auf die Vertragsbedingungen hinzuweisen?

Andererseits kann man sich sicher sein, das der Arzt / Zahnarzt seine Hausaufgaben gemacht hat und daher die geltenden Gebührenordnungen intensiv gelesen hat.

Ärzte und Abrechnungsstellen sind gut aufgestellt

Nicht selten erfolgt die Rechnungsstellung und -abwicklung über so genannte Verrechnungsstellen (die bekannteste ist wohl die PVS). Diese Agenturen führen in jedem Fall eine Rechnungsprüfung durch, bei der insbesondere die Konformität zu den Gebührenordnungen sowie eine sachliche und rechnerische Richtigkeit erzeugt werden, sofern dies nicht schon gegeben war. Das schafft Sicherheit, aber nur auf Seiten des Rechnungsstellers.

Und jetzt mal ganz deutlich gesprochen: Die Bemühungen der Versicherungen (Abwiegelung von Ansprüchen) zahlt der Patient, die Bemühungen des Arztes (PVS) zahlt der Arzt, den ggf. strittigen Restbetrag zahlt der Patient. Irgendwie erscheint die Lastenverteilung etwas einseitig.

Fazit

In Fällen einer Ablehnung sollte der Versicherte von seinem Recht auf namentliche Nennung des Gutachters und auf Einsicht in das Gutachten geltend machen. Manches Mal erwies sich ein simpler Einspruch als nutzbringend. Der Rechtsstreit bleibt als letzter Ausweg.

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Weisheitszähne – entfernen oder belassen?


16. Oktober 2010

Wozu sind die eigentlich gut?

Diese Backenzähne kommen erst spät zur Entwicklung (15. – 21. Lebensjahr) und sind von der Natur wahrscheinlich als so eine Art Reserve gedacht. Bei den meisten Menschen (~90%) reicht der Platz im Kiefer allerdings nicht aus, so dass die Weisheitszähne ganz oder teilweise im Kiefer eingeschlossen bleiben.

Welche Gefahren können von Weisheitszähnen ausgehen?

Es können eine Reihe typischer Probleme entstehen, die meist nur mit der Entfernung der Weisheitszähne zu beheben sind:

  • • Der Zahn ragt teilweise aus der Schleimhaut, eine kleine Nische bildet sich, Bakterien können dort wiederkehrende Entzündungen verursachen.
  • • Gelegentlich bilden sich größere Zysten um den Zahn herum, die den Kieferknochen empfindlich schwächen können.
  • • Selten bilden sich aus diesen Zysten gutartige aber auch bösartige Veränderungen.
  • • Lehnt sich ein Weisheitszahn an seinen Nachbarn in der Tiefe an, so kann dieser Zahn beschädigt werden – die Wurzel des Nachbarn löst sich auf – der Zahn kann dann meist nicht mehr gerettet werden.
  • • Sind Weisheitszähne durchgebrochen, also sichtbar und stehen sehr eng am Nachbarzahn, so ergibt sich häufig ein Zwischenraum, der nicht gut zu reinigen ist – Karies droht.
  • • Kieferfrakturen entstehen gerne in Bereichen, wo Weisheitszähne sitzen. Es besteht dort eine Schwachstelle im Kieferknochen.

Welche Risiken bestehen bei der Entfernung von Weisheitszähnen?

Es gibt allgemeine Risiken, wie etwa Wundheilungsstörungen oder Blutungskomplikationen, die bei jeder Operation auftreten können. Als typische Risiken bei der Weisheitszahnentfernung sind beispielhaft zu nennen:

  • Nervschädigungen bei besonderer Nähe zu Nerven, die in oder neben dem Unterkiefer verlaufen, oder unsachgemäßer Operationstechnik. Dabei treten dann Gefühls- und/oder Geschmacksstörungen auf, die meist von allein wieder verschwinden. In seltenen Fällen erholt sich ein geschädigter Nerv nicht, die Gefühlsstörung kann dann dauerhaft bleiben.
  • • Durch langwierige Wundheilung mit starken Infektionen kann der Kieferknochen geschädigt werden. Richtig nachbehandelt lassen sich Folgeschäden meist vermeiden.
  • • Nach der Zahnentfernung findet in der Tiefe eine Knochenheilung statt, die den Raum des ehemaligen Zahnes auffüllen soll. Dabei besteht typischerweise 6-8 Wochen nach dem Eingriff eine erhöhte Frakturgefahr in diesem Bereich, auch wenn die Wunde schon lange geheilt ist und die OP schon längst vergessen scheint.

Können Weisheitszähne auch belassen werden?

In wenigen Situationen kann auf eine Zahnentfernung verzichtet werden:

  • • Wenn eine spontane, richtige Einstellung des Zahnes in die Zahnreihe zu erwarten ist.
  • • Wenn eine Extraktion anderer Backenzähne nötig ist und im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung die Einordnung des Weisheitszahnes möglich und sinnvoll ist.
  • • Wenn ein extrem hohes Operationsrisiko besteht, können Zähne ohne krankhaften Befund belassen werden.

Wie werden Weisheitszähne entfernt?

Im Allgemeinen erfolgt die operative Entfernung von Weisheitszähnen ambulant. Nur in sehr seltenen Fällen ist ein stationärer Aufenthalt notwendig (z. B. bei schwerwiegenden Erkrankungen, wie Blutungsübel oder Schwäche der Immunabwehr).
Die Operation kann vorteilhafterweise pro Kieferhälfte in örtlicher Schmerzausschaltung stattfinden. Wird aus Gründen der Angst oder Unruhe eine höherwertige Schmerz- und Bewusstseinsausschaltung gewünscht (Sedierung, Narkose), so kann die gleichzeitige Entfernung aller Weisheitszähne in einer Sitzung sinnvoll sein.

Wer operiert Weisheitszähne?

Jeder Zahnarzt kann diese Operation vornehmen. In Fällen mit zu erwartenden Schwierigkeiten wird meist eine Überweisung zum Spezialisten zu erwarten sein. Fachzahnärzte für Oralchirurgie oder Fachärzte für MKG-Chirurgie (Mund-Kiefer-Gesicht) sind hier die geeigneten Ansprechpartner, wobei der letztere durch seine einzigartige Doppelausbildung (Studium der Medizin und der Zahnmedizin) und langjährige klinisch-operative Tätigkeit besonders bei höchstem Schwierigkeitsgrad oder zusätzlichen allgemeinmedizinischen Problemen ins Spiel kommt.

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Die Stabilisierung des Kieferknochens nach Zahnextraktion mit Knochenersatzmaterialien


26. September 2010

 

Die Erfolge durch die so genannte „Socket Preservation“ sind nachweisbar. Die Wissenschaft hat nach jahrelangen Untersuchungen diese sinnvolle Therapie bestätigt.
Die Methode wird in der Praxis-Klinik Dr. Fürstenau schon seit Jahren erfolgreich angewendet.

Nach einer Zahnentfernt schrumpft der Kieferknochen

In mehreren Studien wurden die Heilung von Extraktionswunden und der Resorptionsprozess des Kieferknochens nach einer Zahnextraktion untersucht. Es zeigte sich innerhalb eines Jahres ein deutlicher horizontaler Abbau der Kammbreite von bis zu 50 %.
Zur Erhaltung der Kammbreite und damit auch der Stütze der Weichgewebe ist das Einbringen von speziellem Knochenersatzmaterial direkt nach der Extraktion eine geeignete Maßnahme zum Volumenerhalt. Dieser verhältnismäßig einfache chirurgische Eingriff stellt somit eine sinnvolle vorbereitende Maßnahme für eine spätere Implantation dar.

Diese frühzeitige Augmentation verteilt das Wundheilungsrisiko auf zwei Eingriffe, verkürzt die eigentliche Implantationssitzung. Gleichzeitig zeigen auch unsere eigenen Erfahrungen, dass so risikoreichere Maßnahmen zur Verbreiterung des Kieferkammes während der Implantation umgangen werden können.

Die Krankenkassen kennen diese gute Methode leider nicht

Diese Leistungen sind kein Bestandteil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenversicherung. Private Versicherer leisten erfreulicherweise zunehmend weniger Widerstand bei der Erstattung.

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Warum „Billig“ und „Gut“ selten zusammen gehören…


11. Juli 2010

… oder weshalb Billigimplantate keine Option sind.

In vielen Lebensbereichen hat fast jeder die Erfahrung gemacht, dass Billigprodukte häufig ihren Preis nicht wert sind. Meist ergibt sich eine eingeschränkte Funktionalität, eine geringere Lebensdauer oder ein schlechter Support. Manche Produkte bieten sogar effektiv keinerlei Garantie oder Gewährleistung, da die Hersteller nicht greifbar sind.

Bezogen auf Zahnimplantate und deren Einsatz ergeben sich dabei folgende Gesichtspunkte:

Die Hersteller

Billiganbieter locken mit niedrigen Preisen bei angeblich gleicher Leistung. Den Beweis dafür bleiben sie in der Regel schuldig. Besonders dreist erlebt man dabei Firmen, die das Design eines Premiumherstellers einfach kopieren. Die gleichen (Material-) Eigenschaften weisen diese Plagiate nicht auf, bzw. auch hier bleiben die Beweise aus. Gelegentlich fragt man sich, wie es zur Zulassung von Systemen kommen konnte, für die keinerlei geprüfte Studien vorliegen.

Die Implantologen

Fragt man Patienten, was ihnen bei Implantologen wichtig ist, so lautet die Antwort meist,
– er soll Erfahrung haben,
– er soll das richtige Produkt (Implantat) aussuchen 
– er soll das in ihn gesetzte Vertrauen nicht missbrauchen

Will nun jemand in den Markt drängen oder Marktanteile dazu gewinnen, so geschieht das auch hier nicht selten über den Preis.

Aber woran will man beim Implantieren sparen?

Letztlich kann man an Zeit, Material oder Ausbildung sparen. Spart der Doktor am Honorar, dann begibt er sich auf wirtschaftlich dünnes Eis. Schließlich muss/sollte der Doktor ja auch morgen noch da sein, um Gutes zu tun.

Also sparen an der Zeit

– bei der Beratung?
– bei der Planung?
– bei der Operation?
– bei der Sorgfalt?
– bei der Reklamation? (Oh ja, man kann auch Zeit sparen bei etwaigen Reklamationen („Stellen Sie sich nicht so an“, „Das kann man nicht besser machen“, „Darüber wird nicht diskutiert“).

Also sparen am Material

– Billigimplantat statt Premiumprodukt
– Noname statt Markenware
– wissenschaftlich Ungesichertes statt nachgewiesen Bewährtes

Also sparen an der Ausbildung:

Wochenendkurse statt mehrjähriger klinischer Ausbildung
– dubiose Schmalspur-Weiterbildungen, die zu nicht geschützten Titeln führen (z. B. Spezialist für…) statt abgeschlossener Facharzt- oder Fachzahnarztausbildung

Bemerkenswert ist, dass Patienten bei Implantaten keinerlei Markenbewusstsein entwickeln, obwohl ein Implantat doch in den Körper eingesetzt wird und das dauerhaft. Beim Kauf eines Fernsehers, eines Fahrrades, sogar bei Margarine gibt es ein Bewusstsein für die Marke und die damit verbundene Qualität.
Bemerkenswert ist, dass sich Patienten oft scheinbar völlig uninteressiert  in eine Behandlung stürzen. In anderen Lebensbereichen würden zuweilen tagelang Auskünfte eingeholt.

Fazit

Seien Sie wachsam, zeigen Sie sich aufgeklärt, informieren Sie sich, fragen Sie nach.

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Sinuslift – was ist das?


4. Juli 2010

 

Sinus ist lateinisch und bedeutet Hohlraum. Beim Sinuslift wird also ein Hohlraum angehoben.
Um ein Zahnimplantat stabil im Kiefer verankern zu können, darf es gewisse Mindestmaße nicht unterschreiten (Länge und Durchmesser). Die mitunter große Kaubelastung braucht stabile Fundamente, weswegen die Natur die oberen Backenzähne in der Regel mit 3 Wurzeln ausstattet.

Implantate brauchen ein kräftiges Knochenlager

Für Implantatversorgungen im seitlichen Oberkieferbereich ist oftmals zu wenig Knochen vorhanden. Zusätzlich nimmt die darüber liegende Kieferhöhle viel „Platz“ weg, so dass für eine ausreichende Implantatlänge eine aufbauende Maßnahme am Boden der Kieferhöhle vorgenommen werden kann. Das ist der Sinuslift.

Es gibt verschiedene Verfahren, die im Prinzip das gleiche Ziel haben. Bewährt hat sich eine Methode, bei der Knochenersatzmaterial gemischt mit eigenen Knochenspänen unter die angehobene Schleimhaut der Kieferhöhle eingebracht werden. Dazu wird in einem operativen Schritt, der gelegentlich direkt mit der Implantation durchgeführt werden kann, die Kieferhöhle vom Mund her geöffnet und die Schleimhaut vorsichtig angehoben. Der neu entstandene Hohlraum wird mit dem Gemisch aus Knochenspänen und Ersatzmaterial gefüllt. Der Körper nutzt diese Strukturen als „Leitschiene“ für neues Knochenwachstum. Ein belastbares Implantatlager entsteht.

Bewährte Materialien ohne Risiko

Das Ersatzmaterial stammt dabei entweder vom Rind oder ist vollsynthetisch hergestellt. In beiden Fällen ist die Übertragung von Krankheiten ausgeschlossen.

Da die Kieferhöhlenschleimhaut häufig sehr sensibel ist und darüber hinaus nicht immer mit einer Spritze gut zu betäuben ist, empfiehlt sich für die Dauer des operativen Eingriffs (ca. 35 Minuten pro Seite) eine Vollnarkose. Beim Sinuslift handelt es sich um eine ausgereifte Standard- Methode, die in unserer Praxis-Klinik in der Regel mehrfach pro Woche mit großem Erfolg durchgeführt wird.

Dieses Verfahren ist nicht Bestandteil des Leistungskataloges der gesetzlichen Versicherung.

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Zahn raus – was nun?


4. Juli 2010

 

Wenn Zähne verloren gehen, dann stellt sich meist rasch die Frage, wie es weitergeht. Im Angebot ist in der Regel: Brücke, Prothese oder Implantat. Alle diese Versorgungen gelangen aber nicht am gleichen Tag zur Fertigstellung. Also dann doch ein unbequemes Provisorium für einige Wochen?

Mit einem Sofortimplantat zum Erfolg

Es geht auch anders. Mit einem Sofortimplantat. Mit einer Sofortversorgung.
Fertig innerhalb eines Tages. Wirklich.

Im Idealfall hat das Zahnfach des verlorengehenden Zahnes keine wesentliche Entzündung, der Knochen ist noch gut erhalten, das Zahnfach hat in etwa die Form eines Implantates. Dann lässt sich nicht selten sofort die neue „Wurzel“, also ein Implantat, einsetzen.

Und jetzt kommt die Kunst: Die Sofortversorgung. Hierbei wird vom Implantologen im Teamwork mit dem Techniker die Situation direkt nach der Implantation „abgeformt“. Die innerhalb weniger Stunden hergestellte Krone wird dann „sofort“ eingesetzt.

Der unendliche Vorteil liegt in der optimalen „Stütze“ der umliegenden Weichgewebe.
Die Sofortversorgung gewährleistet, dass die Weichgewebe gar nicht erst in sich zusammenfallen können und somit erhalten bleiben.

Denn Erfolg einer aufwändigen Implantatversorgung im Frontzahnbereich wird maßgeblich durch die gelungene Ästhetik beeinflusst. Soll heißen, wenn das Zahnfleisch nicht harmonisch und jugendlich am Zahnhals anliegt, dann sieht das nicht gut aus.

Das Risiko einer Sofortversorgung hingegen liegt in der sofortigen Belastung des Implantates, die es zu vermeiden gilt.

Obwohl wir Implantate mit stark verbesserten Einheilzeiten verwenden (Straumann SLActive), so liegen die Zeiten, in der die Biologie es schafft, eine innige Verbindung zwischen Implantat und Knochen herzustellen, immerhin noch bei 8 – 12 Wochen (früher 3 – 6 Monate). In dieser Zeit sollen keine Kräfte auf das Implantat einwirken, da sie die Einheilung stören können.

Besser gesagt, es sollen keine großen Kräfte einwirken. Und das ist der Schlüssel zum Erfolg: es wird zunächst eine Krone aufgesetzt, die beispielsweise einen Hauch kürzer ist und deshalb bei Kauenbewegungen nicht belastet wird. Für richtiges Kauen mit vollem Mund reicht das natürlich nicht. Deshalb wird zusätzlich eine Schutzschiene angefertigt, die die Kräfte abfängt. Später kann die Krone dann in die optimale Form gebracht werden.

Damit ist der Traum wahr geworden: Zahn raus – Implantat rein – Krone drauf – Fertig.

Sollte der Knochen nicht tragfähig sein, so kann man die Situation dennoch retten. Hier hat sich eine Methode etabliert, die man „Socket Preservation“ nennt. Dabei wird in das (zerstörte) Zahnfach nach der Extraktion ein spezielles Kollagenflies, ggf. kombiniert mit einer Membran, eingebracht. Das sorgt dafür, dass der Knochen an der fraglichen Stelle zielgerichtet nachwächst. Die Form der Zahnfleischmanschette wird dann mittels besonderes gestalteter Provisorien gehalten.

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Kopfschmerz durch Zähneknirschen?


9. Mai 2010

Wie Sie wahrscheinlich bereits wissen, nutzen wir unsere Zähne nicht nur zum Kauen, sondern oftmals auch zum Stressabbau, indem man sie aufeinander presst oder knirscht. Meist nachts kommt es zu diesen Phänomenen, die als natürliches Aggressionsmuster des Menschen gelten. Die Betroffenen erleben diese Phasen nicht, weil sie dabei schlafen. Selten können Patienten davon berichten, dass sie tagsüber Knirschen und Pressen. Die Ursachen erklären sich dabei nicht von selbst.

Als weitere Ursache kommen Störungen im Kausystem selbst in Frage; kleine Abnutzungen an einzelnen Zähnen können „Dysbalancen“ hervorrufen, die ebenfalls zu erhöhter Muskelaktivität führen. Je nach Art und Schweregrad der Fehlfunktion kann eine Schädigung der Zähne, des Zahnfleisches, der Kaumuskeln oder die Kiefergelenke eintreten.

Sollten bei Ihnen ein oder mehrere Symptome erkennbar sein, so lohnt sich der Besuch beim Spezialisten:

– Veränderungen an der Form der Schneidekanten, begradigte Eckzahnspitzen

– Zahnfleischrückgang an einzelnen Zähnen mit empfindlichen Zahnhälsen

– Spannungsgefühl im Gesicht nach der Nachtruhe

– Schmerzen, die ins Ohr ausstrahlen oder Muskelschmerzen

– Keilförmige Defekte am Zahnhals, häufig verwechselt mit Putzdefekten

– Schmerzen im Kiefergelenk, Knacken, selten auch Blockaden

– abgeplatzte Keramik an Kronen und Brücken

– Ohrgeräusche (Tinnitus)

Eine so genannte Funktionsanalyse gibt Aufschluss über die Ursachen und die bereits entstandenen Schäden. Zur Behandlung akuter Beschwerden setzen wir eine einfache Aufbissschiene ein, die oft Wunder wirkt. Diese Art Schiene ist eine Kassenleistung.

Schäden können vermieden werden

Zur Vermeidung weiterer Schäden kann eine spezielle, funktionsanalytisch optimierte Schiene sinnvoll sein. Diese unterscheidet sich von der herkömmlichen „Knirscherschiene“ dadurch, dass sie genau auf das Kausystem abgestimmt ist und somit eine ideale Funktion garantiert.

Beim Spezialisten in guten Händen

Der Facharzt für MKG-Chirurgie (Mund-Kiefer-Gesicht) ist darauf spezialisiert, Schmerzzustände im Gesicht- und Kopfbereich zu erkennen und die richtige Therapie ohne Umwege einzuleiten. Eine große Rolle spielt der funktionelle Zustand ihres Kausystems bei der Versorgung mit Zahnersatz. Nur wenn die neuen Kauflächen perfekt auf Ihr Kausystem abgestimmt sind, können Sie optimal kauen und werden Folgeschäden durch Überlastung vermieden. Dazu wird im Einzelfall mit Ihrem Hauszahnarzt ein individuelles Therapieschema entwickelt, damit sich Ihre Beschwerden rasch geben.

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Der Trend geht zu kürzeren Implantaten


28. März 2010

Biomechanische Untersuchungen zeigen, dass die Belastungen, die auf ein Implantat z. B. beim Kauen einwirken, im Bereich der oberen (crestal gelegenen) 5-6 mm durch den Implantatkörper auf den umliegenden Knochen abgetragen werden.

Der früher übliche Grundsatz „so lang wie möglich“ muss für die Auswahl moderner Implantate relativiert werden. Die Festigkeit der Implantate konnte konstruktiv und materialtechnisch in den letzten Jahren deutlich verbessert werden. So treten Materialbrüche, etwa durch Ermüdung, bei den renommierten Herstellern praktisch nicht mehr auf.

Unter der oben genannten These sollten Überlängen (13 mm oder mehr) eigentlich vermieden werden. Wenn also ein Implantat (beispielsweise im Fall einer schweren Schädigung des Knochens) ersetzt werden soll, so entsteht durch das Explantieren (Ausbauen) eines sehr tief verankerten Implantates ein relativ großer Defekt im Kiefer. Genau dieser Defekt steht so dann einer raschen Ausheilung entgegen.

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