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Posts Tagged ‘sofortimplantation’

Zahn raus – was nun?


4. Juli 2010

 

Wenn Zähne verloren gehen, dann stellt sich meist rasch die Frage, wie es weitergeht. Im Angebot ist in der Regel: Brücke, Prothese oder Implantat. Alle diese Versorgungen gelangen aber nicht am gleichen Tag zur Fertigstellung. Also dann doch ein unbequemes Provisorium für einige Wochen?

Mit einem Sofortimplantat zum Erfolg

Es geht auch anders. Mit einem Sofortimplantat. Mit einer Sofortversorgung.
Fertig innerhalb eines Tages. Wirklich.

Im Idealfall hat das Zahnfach des verlorengehenden Zahnes keine wesentliche Entzündung, der Knochen ist noch gut erhalten, das Zahnfach hat in etwa die Form eines Implantates. Dann lässt sich nicht selten sofort die neue „Wurzel“, also ein Implantat, einsetzen.

Und jetzt kommt die Kunst: Die Sofortversorgung. Hierbei wird vom Implantologen im Teamwork mit dem Techniker die Situation direkt nach der Implantation „abgeformt“. Die innerhalb weniger Stunden hergestellte Krone wird dann „sofort“ eingesetzt.

Der unendliche Vorteil liegt in der optimalen „Stütze“ der umliegenden Weichgewebe.
Die Sofortversorgung gewährleistet, dass die Weichgewebe gar nicht erst in sich zusammenfallen können und somit erhalten bleiben.

Denn Erfolg einer aufwändigen Implantatversorgung im Frontzahnbereich wird maßgeblich durch die gelungene Ästhetik beeinflusst. Soll heißen, wenn das Zahnfleisch nicht harmonisch und jugendlich am Zahnhals anliegt, dann sieht das nicht gut aus.

Das Risiko einer Sofortversorgung hingegen liegt in der sofortigen Belastung des Implantates, die es zu vermeiden gilt.

Obwohl wir Implantate mit stark verbesserten Einheilzeiten verwenden (Straumann SLActive), so liegen die Zeiten, in der die Biologie es schafft, eine innige Verbindung zwischen Implantat und Knochen herzustellen, immerhin noch bei 8 – 12 Wochen (früher 3 – 6 Monate). In dieser Zeit sollen keine Kräfte auf das Implantat einwirken, da sie die Einheilung stören können.

Besser gesagt, es sollen keine großen Kräfte einwirken. Und das ist der Schlüssel zum Erfolg: es wird zunächst eine Krone aufgesetzt, die beispielsweise einen Hauch kürzer ist und deshalb bei Kauenbewegungen nicht belastet wird. Für richtiges Kauen mit vollem Mund reicht das natürlich nicht. Deshalb wird zusätzlich eine Schutzschiene angefertigt, die die Kräfte abfängt. Später kann die Krone dann in die optimale Form gebracht werden.

Damit ist der Traum wahr geworden: Zahn raus – Implantat rein – Krone drauf – Fertig.

Sollte der Knochen nicht tragfähig sein, so kann man die Situation dennoch retten. Hier hat sich eine Methode etabliert, die man „Socket Preservation“ nennt. Dabei wird in das (zerstörte) Zahnfach nach der Extraktion ein spezielles Kollagenflies, ggf. kombiniert mit einer Membran, eingebracht. Das sorgt dafür, dass der Knochen an der fraglichen Stelle zielgerichtet nachwächst. Die Form der Zahnfleischmanschette wird dann mittels besonderes gestalteter Provisorien gehalten.

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Sofortimplantate – immer besser?


7. Juni 2009
 
 

 

Eine Sofortimplantation bietet sich an, wenn beispielsweise ein Zahn durch einen Sportunfall verloren geht und eine Replantation bei erhaltenem Zahnfach nicht sinnvoll ist.
Zähne, die eine parodontale Schädigung zeigen, können u. U. auch in dieser Art ersetzt werden. Eine sorgfältige Auswahl der dafür geeigneten Patienten sorgt für eine geringe Misserfolgsquote.

Die Eingliederung einer perfekt aussehenden Krone kann in der Regel sofort erfolgen und schafft so auch optimale Voraussetzungen für einen ästhetischen Erfolg.

Sofortimplantationen sind inzwischen wissenschaftlich hinreichend untersucht. So beschreiben beispielsweise Rabel und Köhler eine nicht wesentlich erhöhte Verlustrate.

Implantate mit hydrophilen Oberflächen können nach meiner Erfahrung die Einheilzeit verkürzen und dabei die vulnerable Phase ebenfalls verkürzen. Studien von Schwarz et al. weisen darauf hin.

Patienten erhalten zunehmend Sekundärinformationen aus dem Internet. In verschiedenen, bei Google hoch gelisteten Portalen für Patienten wird die Sofortimplantation inzwischen als gängiges Verfahren beschrieben.

DGI
Portal der Zahnmedizin
implantate.com
GZFA
Zahnimplantate-Ratgeber

 Gründe, die für einen sofortigen Ersatz eines verlorengegangen Zahnes sprechen:

• Optimaler Erhalt der funktionellen Strukturen
Optimaler Erhalt der Ästhetik
Kurze Behandlungszeit
Keine unangenehm zu tragenden Provisorien

Dagegen sprechen:

Kompliziertere Operation beim Einbringen des Implantates
Höhere Verlustrate von Implantaten durch noch bestehende Entzündung an den vorhandenen Weichgeweben
Höhere Kosten, da in der Regel mit einer provisorischen Sofortkrone gearbeitet wird

Große Erfahrung im Bereich der Implantologie sollte der behandelnden Arzt oder Zahnarzt allerdings mitbringen.

 

Perfekte Beispiele zeigen die folgenden Bilder:
(Bildnachweis: http://www.drfuerstenau.de/index.php)


Weitere Informationen auf der Website Praxis-Klinik Dr. Fürstenau.

3d-implantologie, implantologie | Keine Kommentare »