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Archiv für Juli 2009


3D-Planung erhöht die implantologische Präzision. Erhöht sie auch Einheilquoten?


30. Juli 2009

Die Erfahrung der letzten 7 Jahre zeigt, dass die Implantologie vorhersagbarer geworden ist. 3D-Planung macht den Kiefer „durchsichtig“ und erlaubt so auch „Grenzgänge“ zum biologisch Machbaren – mit Erfolg.
Die dreidimensionale Vorstellungskraft des Menschen ist begrenzt. Die computergestützte 3D-Implantatplanung hilft hier enorm.

In vielen Fällen konnte auf größere Knochenchirurgie im Sinne z. B. einer Beckenkammtransplantation verzichtet werden und trotzdem ein hervorragendes prothetisches Ergebnis erreicht werden.

Die Einheilquoten konnten nochmals gesteigert werden. Als Gründe hierfür sehen wir verschiedene Faktoren:

  • ■ Die zur Verfügung stehenden Kieferanteile können optimal ausgenutzt werden
  • ■ Die Knochenlamellen rund um das Implantat bleiben auf Mindeststärke erhalten und werden nicht zufällig geschwächt
  • ■ Das Erfordernis für augmentative Maßnahmen ist geringer geworden – dadurch weniger Fremdmaterial im Körper
  • ■ Die prothetisch optimale Position eines Implantates wird sichergestellt – spätere Fehlbelastungen bleiben weitgehend aus

Diese Vorteile muss man sich zu Nutze machen.

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Kostenträger zweifeln häufig die „Medizinische Notwendigkeit“ von Eingriffen an.


15. Juli 2009

In den letzten Jahren zeichnet sich eine „bedrohliche“ Entwicklung ab. Kostenträger von Privatpatienten versuchen sich immer öfter von ihrer Leistungspflicht zu entbinden, indem sie Behandlungsschritte oder gar gesamte Behandlungen als nicht medizinisch notwendig deklarieren. Sie tun das durch das bloße Studium der Rechnung.

Für den Arzt entwickelt sich das ggf. zum Konflikt, da sein Denken und Handeln wiederkehrend in Frage gestellt wird. Dem Patienten wird zweifelsohne suggeriert, das sein Arzt in betrügerischer Absicht eine falsche Rechnung gestellt hat.

Die Rechtsprechung hat allerdings dazu eine klare Meinung:

  • Private Krankenversicherungen bzw. Beihilfestellen sind weder berechtigt, einen Nachweis noch eine Begründung der „medizinischen Notwendigkeit“ einer Behandlungsmaßnahme zu verlangen (gemäß Urteil des BGH vom 29.05.1991; Az. IV/ZR 151/90).
  • Die Beurteilung der medizinischen Notwendigkeit obliegt ausschließlich einem neutralen und somit unabhängigen Sachverständigen. Eine Aussage des „beratenden Arztes / Zahnarztes der Versicherung ist irrelevant, da die Gerichte die Auffassung vertreten, dass solche Stellungnahmen „Gefälligkeitsgutachten“ darstellen (gemäß Urteil des OLG Frankfurt (im Main vom 28.05.1991).

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